Nomad Post
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Nutzungsbedingungen (AGB) – NomadPost

Paketlieferplattform

Gültig ab: 1. Januar 2026
Zuletzt aktualisiert: 20. Oktober 2026


Überblick der Kapitel

  1. Einleitung und Vertragsgegenstand
  2. Nutzungsvoraussetzungen und Verifizierung
  3. Pflichten des Senders und Inhaltsverbote
  4. Pflichten und Prüfrechte des Carriers
  5. Sanktions-Compliance und Haftungsausschluss
  6. Zahlungsabwicklung und Provision
  7. Haftungsbeschränkung von NomadPost
  8. Streitbeilegung und Mediation
  9. Besonderheiten beim Shopping-Service (Einkauf durch den Carrier)
  10. Schlussbestimmungen

1. Einleitung und Vertragsgegenstand

(1) Die Santi Technologies UG (haftungsbeschränkt) („NomadPost“) betreibt eine Peer-to-Peer-Plattform, die Versender („Sender“) und Reisende („Carrier“) zur Beförderung von Dokumenten und Gegenständen verbindet.

(2) Wichtiger Hinweis: NomadPost erbringt selbst keine Post-, Kurier- oder Transportdienstleistungen. Der Transportvertrag kommt ausschließlich und unmittelbar zwischen dem Sender und dem Carrier zustande. NomadPost ist lediglich Vermittler der Kontaktgelegenheit.


2. Nutzungsvoraussetzungen und Verifizierung

(1) Nutzer müssen mindestens 18 Jahre alt und voll geschäftsfähig sein.

(2) Für den Vollzugang (Buchen/Anbieten) ist eine Identitätsverifikation (Ausweisdokument und Selfie) über unseren spezialisierten Dienstleister für Identitätsprüfungen zwingend erforderlich. NomadPost behält sich vor, Nutzer ohne Angabe von Gründen abzulehnen oder zu sperren.


3. Pflichten des Senders und Inhaltsverbote

(1) Der Sender garantiert, dass die Sendung keine verbotenen Gegenstände enthält. Streng verboten sind:

  • Illegale Substanzen: Drogen, Betäubungsmittel, verschreibungspflichtige Medikamente Dritter, Cannabis.
  • Gefahrgut: Waffen, Munition, Sprengstoffe, brennbare Flüssigkeiten, Batterien (soweit nicht im Gerät verbaut).
  • Währungen: Bargeld, Edelmetalle, Wertpapiere.
  • Sanktionierte Güter: Gegenstände, die Embargos oder Exportbeschränkungen unterliegen (insb. EU-Sanktionen gegenüber Russland/Belarus/Zentralasien).

(2) Der Sender ist verpflichtet, den Inhalt der Sendung gegenüber dem Carrier und der Plattform wahrheitsgemäß und vollständig zu deklarieren.

(3) Die vorstehende Aufzählung der Pflichten und Verbote ist nicht abschließend und kann sich jederzeit nach Maßgabe der gesetzlichen Regelungen erweitern.


4. Pflichten und Prüfrechte des Carriers

(1) Der Carrier ist verpflichtet, die geltenden Zollbestimmungen der Durchfuhrländer sowie des Ziellandes eigenständig zu prüfen.

(2) Prüfpflicht: Der Carrier ist verpflichtet, den Inhalt der Sendung vor der Übernahme physisch zu kontrollieren. Er hat das Recht, die Mitnahme ohne Angabe von Gründen zu verweigern, wenn der Inhalt nicht der Beschreibung entspricht oder Sicherheitsbedenken bestehen.

(3) Der Carrier handelt eigenverantwortlich. Er ist für die ordnungsgemäße Verzollung (Einhaltung von Freigrenzen etc.) persönlich verantwortlich.

(4) Dem Carrier ist es streng untersagt, die Plattform oder den Übernahme- und Prüfprozess dazu zu nutzen, dem Sender unberechtigt Verstöße zu unterstellen oder dem Sender verbotene Gegenstände unterzuschieben. Jegliche Manipulation der Sendung durch den Carrier mit dem Ziel, den Sender zu diskreditieren, zu erpressen oder behördlichen Maßnahmen auszusetzen, führt zur sofortigen dauerhaften Sperrung des Kontos und wird von NomadPost ausnahmslos zur Strafanzeige gebracht. Der Carrier haftet gegenüber dem Sender und NomadPost für alle daraus resultierenden Schäden. Der Carrier versichert, dass er alle für den Transport erforderlichen behördlichen Genehmigungen und Erlaubnisse (z. B. nach dem Güterkraftverkehrsgesetz, sofern anwendbar) besitzt und die Gewichtsgrenzen für genehmigungsfreien Transport einhält.

(5) Die vorstehende Aufzählung der Pflichten ist nicht abschließend und kann sich jederzeit nach Maßgabe der gesetzlichen Regelungen erweitern.


5. Sanktions-Compliance und Haftungsausschluss

(1) Sanktionsverbot: Die Nutzung der Plattform zur Umgehung von Handelsbeschränkungen, Embargos oder Sanktionen (insb. EU, OFAC, UN) ist streng untersagt.

(2) Haftungsfreistellung: NomadPost übernimmt keine Verantwortung für Verstöße gegen Zoll- oder Exportkontrollvorschriften durch Nutzer. Die Nutzer stellen NomadPost von sämtlichen Ansprüchen Dritter (inkl. Behörden) frei, die aus einem vorschriftswidrigen Transport resultieren.

(3) NomadPost ist berechtigt, bei Verdacht auf Straftaten oder Sanktionsverstöße alle relevanten Daten an die zuständigen Strafverfolgungs- und Zollbehörden zu übermitteln.

(4) Geldwäscheprävention: Die Nutzung der Plattform zur Geldwäsche oder Terrorfinanzierung ist streng verboten. Nutzer dürfen die Zahlungsabwicklung nur für legitime Vermittlungsgebühren und Transportentschädigungen im Rahmen der beschriebenen Dienste nutzen. NomadPost arbeitet eng mit dem Zahlungsdienstleister Stripe zusammen, um verdächtige Transaktionsmuster zu identifizieren. Wir behalten uns das Recht vor, bei Verdacht auf Geldwäsche (z. B. ungewöhnlich hohe Zahlungsbeträge für Kleinstsendungen oder häufige abgebrochene Transaktionen) Konten einzufrieren und Meldung an die zuständigen Finanzbehörden (z. B. FIU) zu erstatten.

(5) Die vorgenannten Verbote sind nicht abschließend und umfassen insbesondere auch sonstige gesetzwidrige, missbräuchliche oder betrügerische Aktivitäten.


6. Zahlungsabwicklung und Provision

(1) NomadPost erhebt für die Vermittlung eine Service-Gebühr (Provision). Diese wird dem Nutzer vor Abschluss des Buchungsvorgangs transparent angezeigt.

(2) Die Zahlungsabwicklung erfolgt über Stripe. Der Betrag wird technisch über die Stripe-Infrastruktur verwaltet und erst nach bestätigter Zustellung (oder Ablauf einer definierten Einspruchsfrist) an den Carrier ausgezahlt. NomadPost hält zu keinem Zeitpunkt Nutzergelder auf eigenen Geschäftskonten.


7. Haftungsbeschränkung von NomadPost

(1) NomadPost haftet nicht für den Verlust, die Beschädigung oder die verspätete Zustellung von Sendungen sowie für die physische Beschaffenheit der transportierten Güter.

(2) NomadPost haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Für leichte Fahrlässigkeit haftet NomadPost nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht).

(3) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht bei der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit sowie für Ansprüche aus dem Produkthaftungsgesetz.


8. Streitbeilegung und Mediation

(1) Bei Unstimmigkeiten zwischen Sender und Carrier ist zunächst eine direkte Klärung zu versuchen.

(2) NomadPost kann auf freiwilliger Basis als Mediator auftreten, übernimmt jedoch keine Garantie für eine Einigung.

(3) Nutzer sind verpflichtet, Unregelmäßigkeiten oder verdächtige Aktivitäten unverzüglich an info@nomadpost.de zu melden.


9. Besonderheiten beim Shopping-Service (Einkauf durch den Carrier)

(2) Kaufvertragliches Verhältnis: Der Kaufvertrag über die Ware kommt ausschließlich und unmittelbar zwischen dem Besteller und dem Carrier zustande. Der Carrier handelt hierbei als Wiederverkäufer in eigenem Namen. NomadPost wird zu keinem Zeitpunkt Eigentümer oder Verkäufer der Ware.

(3) Haftungsausschluss für Sach- und Rechtsmängel:

NomadPost übernimmt keine Gewährleistung oder Haftung für die Beschaffenheit, Funktionsfähigkeit, Echtheit oder Vollständigkeit der vom Carrier erworbenen Waren.

Jegliche Ansprüche aus dem Kaufrecht (z. B. Mängelhaftung, Widerruf oder Rückgabe) sind direkt zwischen dem Besteller und dem Carrier abzuwickeln.

NomadPost haftet nicht für Preisdifferenzen, Fehlkäufe durch den Carrier oder die Nichtverfügbarkeit von Waren im Einkaufsland.

(4) Zoll- und Steuerpflicht beim Resale: Da der Carrier die Ware im eigenen Namen erwirbt und an den Besteller weiterveräußert, handelt es sich um eine kommerzielle Einfuhr. Der Carrier ist allein dafür verantwortlich, die Ware beim Grenzübertritt korrekt als Handelsware zu deklarieren und alle anfallenden Zölle sowie die Einfuhrumsatzsteuer abzuführen. Eine Deklaration als privates Reisegepäck zur Umgehung von Einfuhrabgaben ist streng untersagt und führt zur persönlichen Haftung des Carriers.

(5) Zahlungsfreigabe: Mit der Bestätigung des Erhalts der Ware durch den Besteller in der App gilt der Kaufvertrag zwischen Besteller und Carrier als erfüllt. Die über Stripe treuhänderisch verwaltete Summe wird erst nach dieser Bestätigung (oder nach Ablauf der Reklamationsfrist) an den Carrier ausgezahlt.


10. Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand ist München.

(2) Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

(3) Bei Widersprüchen zwischen verschiedenen Sprachfassungen ist die deutsche Fassung maßgeblich.

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